In Tracht, Tradition und Festlichkeit

Im Allgäu sind wir stolz auf viele Traditionen, die wir bis zur heutigen Zeit bewahren konnten. Das Austreiben der bösen Geister zu Nikolaus mit dem wilden Klausentreiben oder dem feurigen Ende des Winters, das mit dem Verbrennen einer Strohexe auf dem Funkenfeuer endet. Das mag manchem Betrachter zwar altertümlich oder abergläubisch vorkommen, aber tatsächlich ist der Allgäuer heute ein aufgeschlossener und fortschrittlicher Mensch der die Ursprünglichkeit alter Bräuche einfach zu schätzen weis und heutzutage mit einem Augenzwinkern pflegt, um sich seiner Wurzeln bewusst zu bleiben.

Viehscheid in Oberstdorf

Beinah so wichtig, und herbei gesehnt, wie das Weihnachtsfest ist der Viehscheid in Oberstdorf. Die Einheimischen wie putzen sich heraus in der typischen Tracht des Allgäus. Hemd und Lederhose für den Herrn (Edelweißhosenträger nicht vergessen) und Trachtenblusen mit Dirndl für die Damen. Wer nicht das Original im Schrank hängen hat, darf auch in aktueller Landhausmode die Kühe zählen und bärtige Älpler bewundern.

Den Hirten freut es, wenn das liebe Vieh ohne Schaden den Alpsommer überstanden hat, die Einheimischen treffen Freunde und Bekannte im Festzelt und erfreut sich fröhlicher Geselligkeit bei einem Krug Bier und der Gast erlebt ein fröhliches Treiben, das ansteckend ist und begeistert.

Wilde Männle Tanz

Selten ist der traditionelle Wilde Männle Tanz, der nur alle 5 Jahre von der Oberstdorfer Trachtengruppe aufgeführt wird. Das alte heidnische Kulturgut, das in den Alpenländern schon seit über 2000 Jahren gepflegt wird. Oberstdorf ist der letzte Ort in der modernen Zeit, der die Tänze noch bewahrt hat und ununterbrochen in regelmäßigen Abständen aufführt. Weitere wissenswerte Informationen zum Wilde Männle Tanz finden Sie auf der Webseite des Trachtenvereins Oberstdorf.